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T.I.M.E. feat. Torrance Redrum
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JAZZ / FUNK


....und all das, was eigentlich in diese Rubrik gehören sollte.....mal mehr, mal weniger..


 


  • Thelonious Monk and Gerry Mulligan: MULLIGAN Meets MONK (Riverside 1106/Analogue Prod. 2*45er 180gr. Reprint)

Gerry Mulligan, Thelonious Monk, Wilbur Ware & Shadow Wilson zusammen im Studio bei Orrin Keepnews in New York im August 1957. Herausgekommen ist eine feines Do-Album mit insgesamt 6 Stücken, das die Freundschaft zwischen Mulligan und Monk musikalisch gut beschreibt. Zu der Zeit war es eher ungewöhnlich, dass sich "Cool-Jazzer" mit den "Eastcoast-Bop-Giganten" so freundschaftlich zu gemeinsamen Aufnahmen trafen. Es gab zwar einige Ausnahmen (Sonny Rollins mit "Go West" ging den umgekehrten Weg und nahm ein Album in Californien auf), aber diese Freundschaft hier zwischen diesen Jazz-Giganten ist schon legendär. Mulligan spielt mit seinem Bariton Sax gegen das Moll-Klavierspiel von Monk an und es klappt ! Ein feines "Duell". Ob wir es nun Monk & Mulligan oder Mulligan & Monk nennen wollen, ist eigentlich egal, es macht einfach Spass der Gruppe zu lauschen....Feines frühes Stereowerk remastered aus dem Hause Acoustic Sounds (2. Top25 Jazz Serie).

 

  • Johnny Griffin: A Blowing Session - Vol.2 (Blue Note 1559/Classic Records Mono 200gr. Reprint)

3 Tenor-Sax Spieler (Griffin, Hank Mobley & John Coltrane !!!), umgeben von Lee Morgan (Trompete), Wynton Kelly (Piano), Paul Chambers (Bass) und als Non-Plus-Ultra Art Blakey (Schlagzeug) spielten am 6.4.1957 bei Blue Note Records in New York dieses "High Speed"-Feuerwerk der Extraklasse unter der Regie von Rudy Van Gelder ein. Griffin, stets als "schnellster" Sax-Spieler der Welt beschrieben, kommt mit seinem rauhen Spiel auf den insgesamt 4 Stücken dieser schönen Mono-LP gut rüber.....Für mehr Details & Infos ist der Begleittext auf der LP zu empfehlen - auch hier wieder von Ira Gitler verfasst. Klasse - aber nicht unbedingt für jedermanns Ohren einfach zu hören ! Die Qualität der vorliegenden Classic Records Pressung ist sagenhaft klar und gut.

 

  • Gerry Mulligan and the Concert Jazz Band: Live At The Village Vanguard (Verve V6-8396/Speakers Corner 180gr. Reprint)

1960 im Dezember in New York: Mulligan und seine Big Band waren für eine Woche im legendären Village Vanguard. Der Club war bisher bekannt als intimer Ort für feine Sessions, nicht unbedingt der Ort für eine Big Band ! Aber falsch ! Gerry Mulligan und seine 12 Mitspieler bringen in jener Dezemberwoche eine derartige "Hitze" in den Club, dass heute noch viele Fachmagazine dieses Album als "legendär" beschreiben. Musikalisch erobert die Band kein Neuland, Swing & Big Band Sound vom Feinsten werden geboten, aber auch Klassiker wie "Body and Soul" in grosser Besetzung stehen auf der Playlist. Mulligan spielt sein Baritone Sax wie ein Gott, auf dem letzten Stück der Lp - "Let my People Be" - sitzt er sogar am Klavier !  Die vorliegende neue Pressung von "Speakers Corner" (D) überzeugt voll und ganz und kann auf jeden Fall mit den Reprints von "Classic Records" mithalten, zudem der Preis von 25 Euro weit darunter liegt ! Wer Big Band Sound mag, liegt hier richtig ! Schade nur, dass die Pausen nicht mit enthalten sind (knallharter Schnitt). Feines Zeitdokument !

Passend dazu : Art Pepper & Eleven (jetzt auch als Analogue Prod 2*45er 180gr. Reprint)

 

  • Thelonious Monk Septet: Monk's Music (Riverside 12-242/Analogue Prod. 2*45er 180gr. Reprint)

Alle lachen,wenn sie das LP-Cover sehen, Thelonious Monk im Wägelchen, aber das soll ja nur täuschen-wie wahr! Der "schlechteste Jazz-Klavierspieler" umgab sich hier mit Grössen wie Coleman Hawkins, John Coltrane, Art Blakey, Gigi Gryce, Ray Copeland und Wilbur Ware. Art Blakey trommelt allen beim Zuhören die Seele aus dem Leib, so lässt er es "krachen", die Sax-Spieler ergänzen sich beinahe in feinster Big-Band-Manier. Monk's schräges Moll-Klavierspiel passt auf jeden Fall dazu und steht aber dennoch immer im Abseits. Es groovt in bester Moll-Manier, das macht Spass ! Die Pressung aus U.S.A./RTI ist diesmal vom Feinsten, kein "Surface Noice", keine Pressreste, die Stereoaufnahme ist zwar recht linkslastig aber klangtechnisch aller erste Güte ! Dass zudem der Endpreis auf 50 Euro hier in Europa für die Doppel-LPs gesenkt werden konnte ist klasse ! Als ich diese Aufnahme vor 1 Jahr zuerst als einfache OJC-Pressung bekam, waren die Kritiker in der Überzahl, so indirekt und schlecht war die Pressung. Aber als Sammler aller "Analogue Prod. Top 25 Series" Alben (erste 25er Serie komplett, zweite 25er Serie mit 15 Alben erreicht) gehört dieses Packet auf jeden Fall zu den Besten, das Steven Hoffman & Kevin Gray remastered haben. Dass dann auch noch RTI mit Rick Hashimoto als "Plant Manager" super zugelangt haben, macht dieses Album zu einem Meisterwerk. Tuningmassnahmen an meinem 1210er MK5e für diese und alle anderen Highend-Alben: Clearaudio Vinyl Harmo Nicer (!!!) Plattenauflage-statt Gummi oder Filz - einfach super! Clearaudio XXL-Clamp. Klingt einfach toll und direkt, diese Teile sind ihr Geld wert !

 

  • John Coltrane: 'Blue Train' (Blue Note 1577 ST/Classic Records 200gr. Reprint)

Coltrane schon unter Vertrag bei Prestige Records spielte mit 5 Mitstreitern am 16.9.1957 diesen Klassiker bei Blue Note ein. Es ist DAS Blue Note Album von Coltrane, sehr blues-lastig & swinging, ein Meilenstein aufgenommen von Rudy Van Gelder. Mit dabei: Lee Morgan, Curtis Fuller, Kenny Drew, Paul Chambers & Philly Joe Jones. Die Classic Records LP (Quiex SV-P 200gr.) nimmt den Zuhörer direkt mit ins Studio (besser in den Abhörraum) und lässt ihn schon nach den ersten Takten von "blue train" - dem Titelstück - nicht mehr los. Coltrane hat ja die Fähigkeit 1000 Noten in kürzester Zeit zu spielen, doch auf diesem Album handelt er auch als Geschichtenerzähler, keine Spur seiner Überdrehtheit, die er auf den Prestige-Aufnahmen zeigt. Ein schönes, klares Bop-Werk. Wunderbare Qualität - sowohl der Klang wie auch die Vinylpressung wissen zu begeistern. Es gibt aber noch eine Steigerung: Classic Records bietet dieses Album auch als 45er-Pressung an !

 

  • The Vince Guaraldi Trio: 'Jazz Impressions of Black Orpheus' (Fantasy Inc.8089/Analogue Prod. 2*45er 180gr. Reprint)

Die Titelliste verspricht viel - eine Mischung aus Bossa Nova Klassikern der ersten Stunde und Pop-Schmalz. Stimmt fast ! Denn Vince Guaraldi, Monte Budwig und Colin Bailey nahmen sich zwar primär der Titelstücke aus dem Film "Black Orpheus" an, aber Bossa Nova ist das nicht, was sie da einspielten. Schon der Opener 'samba de orpheus' geht derart in bester Hard Bob Manier dahin, dass der Zuhörer gespannt auf die nächsten Stücke wartet. Bei 'manha de carnaval' gehen die Herren auf die Bremse, sehr sentimentales Klavierspiel wird geboten. Im April 1962 aufgenommen (Details über den Aufnahmeort sind nicht vorhanden) macht dieses Album Spass, obwohl die Guaraldi-Kompositionen 'cast your fate to the wind' & 'alma-ville' doch eher Popsongs sind. Sehr seltenes, musikalisches Zeitzeugnis, etwas gewöhnungsbedürftig. Schade nur, dass die vorliegende Analogue Productions Pressung auf der zweiten 12"er unendlich viele "Störungen" hat (Surface Noise), einen Grossteil konnte ich durch mehrmaliges Waschen entfernen, überzeugen kann die Qualität leider nicht ganz. Da ist etwas schief gegangen beim Pressen bzw. Abkühlen & Lagern der Platte.

 

  • Julian 'Cannonball' Adderley: 'Somethin' Else' (Blue Note 1595 ST/Classic Records 200gr. Reprint)

Miles Davis, Cannonball Adderley, Hank Jones, Sam Jones & Art Blakey am 9. März 1958 in New Jersey im Studio bei Rudy Van Gelder. Ein Treffen der Jazzgötter der verschiedenen Jazzrichtungen, wie Bop, Hard Bop, Cool  oder Hard Funk. Die damaligen Musikkritiker waren ja sehr erfindungsreich im Erfinden von immer neuen Stilrichtungen - besser gesagt - von Schubladen. Auch die hier angetretenen Herren wurden in verschiedene Schubladen gesteckt, was aber den Hörer dieser Platte nicht weiter stören sollte. Das Album ist ein Kleinod von 5 Stücken, gekennzeichnet von den 2 Masterminds im Vordergrund: Cannonball Adderley am Altsax und Miles Davis an der Trompete. Es swingt, feinfühlig spielen sie ihre Passagen in "autumn leaves" oder "one for daddy-o", bop-iger wird es bei "love for sale". Insgesamt ein feines Album, das nicht anstrengt aber auch nicht wirklich jeden mitreissen wird. Van Gelder's Sound ist vor allem auf dieser Stereo-Aufnahme (Classic Records 200gr.-Reprint) sehr extrem ausgeprägt ("Stereo" = Sax/Trompete links, Rhythmusgruppe rechts, in der Mitte Leere), da ist die MONO-Edition dieser Aufnahme wahrscheinlich die bessere Wahl. Kein Zweifel, es handelt sich um ein feines Werk, aber wie Leonard Feather auf dem Cover vermerkte: Somethin' Else.....

Achso: als Zuckerl gibts eine 180gr. 12"-45er mit 'autumn leaves' und dem nicht auf dem original Album vorhandenem Stück 'alison's uncle' (BST 81595-45 / Blue Note). Lustig: der Titel des orig. Albums wurde als 'Something Else' angegeben, was ja nicht ganz stimmt.

 

  • Chet Baker: 'The Sonet Jazz Story: Candy' (Sonet Jazz Rec./ Universal  0602498148938)

Chet Baker, zerbrechlich mehr denn je, 1985 in Schweden in der Bibliothek von Sonet. Zu dritt (Chet, Jean-Louise Rassinfosse am Bass & Michel Grallier am Klavier) verzaubern sie den Zuhörer, erzeugen eine intime Wohnzimmeratmosphäre und lassen uns grooven und mit den Füssen wippen. Das ewige Surren der Bandmaschine wird bald überhört und wir geniessen die entspannte Stimmung, die Chet's Trompetenspiel erzeugt. Die 2 Bonusstücke erhellen den Himmel, sie 'vermenschlichen' die Aufnahme in ihrer Gesamtheit.

 

  • Art Pepper: 'Winter Moon' (Galaxy Rec. 5140)

September 1980 im Fantasy Rec.-Studio in Kalifornien  nahm Art Pepper mit einem von Nate Rubin geleiteten Streichorchester eine entspannte LP auf. Die Mischung aus seinem Alto-Sax-Spiel und den Violinen erzeugen eine winterliche, romantische Stimmung ohne kitschig zu wirken. Vorbild für viele andere ! Erwähnenswert die vorbildliche Reproduktion von ZYX bei einem Verkaufspreis von unter 10 Euro.

 

  • The Dave Brubeck Trio & Gerry Mulligan: 'Live At The Berlin Philharmonie' (Do-CD Columbia-Sony Music 481415-2)

Dave Brubeck, Alan Dawson, Jack Six & Gerry Mulligan traten gemeinsam im November 1970 in Berlin auf und presentieren nun auf 2 CDs ein weiteres, geniales Konzert ihrer besten Stücke. Gut, es wird nichts neues präsentiert, aber die Interpretationen der altbekannten Stücke passen einfach ins Konzept. Paul Desmonds Sax-Spiel wurde als "Dry Martini" beschrieben, das von Gerry Mulligan als "Bier und Schnaps" -so sehr lässt es Gerry Mulligan bei diesem Konzert "krachen"- bodenständig und recht frei & frech, teilweise muss sich der Hörer umorientieren, Dave Brubeck alleine auf dem Plattencover verspricht da nicht mehr den zuckersüssen Westcoast-Easy-Jazz, den wir kennen. Ausflüge in den Free sind zu hören, aber Gerry zeigt sich von seiner besten Seite und spielt sich mit seinem Bariton Sax in Höhen vor, die vorher dem Alto Sax vorbehalten waren. Fein, "krachert" wie wir Bayern sagen -  schönes Live-Konzert, sehr preisgünstig bei 2001: 10 Euro.

 

  • Stan Getz Quartet: 'Spring Is Here' (Groove Note Rec. GRV1020-1-Reprint)

1981 war Stan Getz recht aktiv, unter anderem trat er mit 3 Mitstreitern (Lou Levy, Monty Budwig & Victor Lewis) im 'Keystone Korner' in San Francisco live auf. Concord Jazz haben dann 1992 diesen Live Event veröffentlicht (zuerst unter dem Titel "The Dolphin"). Groove Note Rec. konnten sich nun die Rechte sichern, was kam dabei raus ? Eine ultra-feine Doppel-45er auf 180gr.-Vinyl in limitierter Auflage zum Extrapreis von unter 40 Euro! Mr.West-Coast-Jazz lässt es grooven, zeitloser Jazz, der es bei dieser Aufnahme vergessen lässt, dass Stan Getz jahrelang dem Untergang nahe war. Bemerkenswert ist auch, dass keines der 7 Stücke von ihm komponiert worden sind. Rauf aufs Sofa, Füsse hoch und einfach geniessen !

 

  • The Dave Brubeck Quartet: 'Time Out' (Columbia CS8192/Classic Rec. 200gr.Reprint)

1.7.1959 war es soweit: Take Five war auf erstmalig auf Tonband gebannt. Jeder hat das Stück schon mal gehört, jeder verbindet es mit Dave Brubeck, dabei war es doch Paul Desmond, der den Grossteil aller Stücke für Dave geschrieben hatte. Das ganze Album ist als Konzeptalbum anzusehen, in seiner Gesamtheit eine wunderschöne, glasklare Aufnahme mit weltbekannten Stücken wie: Blue Rondo A La Turk, Take Five, Strange Meadow Lark, Kathy's Waltz u.a. Losgelöst von allen Stilrichtungen des Jazz einfach ein Klassiker - A MUST. Ein Kommentar auf dem LP-Cover klingt so: 'Time Out is a first experiment with time, which may well come to be regarded as more than an arrow pointing to the future...'

2005: jetzt gibt es dieses Album zudem als Sammleredition auch als "4*45er one sided edition" von Classic Records in gewohnter 200gr.-Qualität.

 

  • The Cal Tjader Sextet: 'A Night At The Blackhawk' (Fantasy 3283)

Zur Jahreswende 58/59 war das Sextet für 3 Monate in San Francisco. Für dieses Album wählten Cal Tjader und der Inhaber des 'Blackhawk' aus 75 Stunden Live-Aufnahmen gerade mal 6 Stücke aus, die ausschliesslich auf 'fantasy' in den USA erschienen. Der überraschende räumliche und saubere Klang rührt aus der speziellen technischen Einrichtung der Aufnahmegeräte her. Der Inhaber hatte seinerseit extra für Liveaufnahmen ein 'stereo 6 channel mixing panel' installiert, um die Konzerte sofort abzumischen und via Ampex 350 auf Band zu bannen. Da konnten die ebenso bemerkenswerten Aufnahmen aus den Clubs von New York & Chicago nicht mithalten, obwohl diese auch klangtechnisch überzeugten. Dieses Livealbum ist ein bunter Mix aus Latin & Jazz, obwohl es nur 6 Stücke hat.

 

  • Miles Davis: 'Kind of Blue' (Columbia Jazz CK64935/Classic Rec. Reprint)

1959: Jazz Masterpiece, perhaps the most influential and best-selling jazz record ever made! THE definitive version! Miles Davis reihte um sich herum Jazzgrössen wie: Julian "Cannonball" Adderley, John Coltrane, Wynton Kelly, Bill Evans, Paul Chambers & Jimmy Cobb. Im Vergleich zu den bisher  veröffentlichen LP-Versionen wurde auf dieser CD von 1997 die Originalgeschwindigkeit der Mastertapes (2*3 Spuren) wieder eingehalten bzw. gefunden. Alle Stücke der ersten Seite(Session) waren mit erhöhtem Pitch aufgenommen = die A-Seite war einen Tick zu schnell aufgenommen. Im Sommer 2004 konnte ich endlich auch die 200gr.Vinyl-Version von Classic-Records ergattern ! Da bleibt die CD ab sofort fest im Regal stehen ! Der Bass dynamisch, das Schlagzeug klar und knackig, Miles' Spiel wahnsinnig frisch, ein Meisterwerk, muss aber recht laut gehört werden, um an die Details zu kommen. Wichtig in diesem Zusammenhang: LP wurde vor dem ersten Abspielen professionell gewaschen (=Entfernen des Trennmittelfilms vom Vinyl, antistatische Versiegelung).

 

  • The Gene Harris Trio plus One: 'The Gene Harris Trio Plus One' (Groove Note Rec. GRV1019-1 Reprint)

Wer kennt Gene Harris ? Er wurde 1956 mit seiner Band 'Three Sounds' bekannt, verschwand aber immer wieder, nahm ab 1973 komische, elektronische Werke auf. Im Jahre 1985 dann war er live im 'Blue Note' in New York zu hören und sehen. Dieses Konzert konnte sich Concord Jazz Inc. sichern, Groove Note Rec. nahm es nun in seinen Katalog auf: 2mal 45er 180gr.-Vinyl ! Gene trat auf mit : Ray Brown, Mickey Roker und als Gast (plus one) war Stanley Turrentine am Tenor Sax mit dabei. Gene Harris mischt dabei Swing, Blues und Boogie mit klassischen Klavierspiel im Stil von Altmeister und Vorbild Oscar Peterson und überlässt Stanley dabei die Führung. Toll !

 

  • Art Pepper Quintet: 'Smack Up' (Analogue Prod. APJ012 Reprint & Analogue Prod. 2*45er 180gr. Reprint)

Lester Koenig von Contemporary Rec. produzierte dieses Meisterwerk im Spätherbst 1960 in Los Angeles. Ein Höhepunkt im musikalischen Leben von Art, das leider auch von jahrelangen Drogenexzessen gekennzeichnet war. Art Pepper war auf jeden Fall ein weiterer Gott am Alto Sax, konnte aber nie den Status von Julian 'Cannonball' Adderley erreichen, ein West-Coast'ler halt... Dennoch: dieses Album gehört zum Besten, was ich bisher von ihm gehört habe, obwohl auch er nur ein Stück von den gebotenen 6 selber komponiert hatte. Mit dabei waren Jack Sheldon, Pete Jolly, Jimmy Bond und Frank Butler. Lester Koenig nahm nun Kompositionen von Alto Sax-Spielern und liess sie von Art Pepper und seinen Mitspielern neu einspielen. Ein Kommentar auf dem Album sagt, dass 'Bird' (aka Charlie Parker) sehr wohl intensiv diese Aufnahmen genossen hätte, wenn er denn dabei gewesen wäre, so intensiv und innovativ waren die Interpretationen u.a. von Smack Up, A Bit Of Basie, How Can You Lose, Maybe Next Year.... Eine ältere, saubere 180gr-33rpm LP-Produktion aus dem Hause Analogue Prod. zum Feinschmeckerpreis von unter 30 Euro. Seit Ende 2005 nun auch als neue 2*45er 180gr. High-End-Produktion im Rahmen der "Top 100 Jazz" Edition erhältlich, schiebt diese DO-LP noch mehr an !

 

  • Morelenbaum2 & Sakamoto: 'Casa' (Warner Japan wpj610145,Vinyl)

Paula und Jaques Morelenbaum haben Ryuichi Sakamoto in das "House of Jobim" nach Rio de Janeiro eingeladen, um u.a. mit Paulo Jobim insgesamt 12 Tom Jobim Klassiker neu einzuspielen: Piano, Cello, Vocals, manchmal auch noch Bass, Viola & Percussions.Sanfte,weiche und sympatische Versionen wurden hier auf Vinyl gebannt, das Ganze erschienen bei Warner in Japan. Überschrift der Produktion: This album is dedicated to the spirit of Tom Jobim. Stimmt ! Punkt.

 

  • Paul Desmond feat. Jim Hall: 'Easy Living' (RCA Victor LSP3480)

Als Mitbegründer und Frontmann von "The Dave Brubeck Quartet" bekannt geworden, ging Paul Desmond dennoch immer schon auch seinen eigenen Weg, einen eigenwilligen Weg, der Easy-Listening und Bossa-Nova der 60iger gehörig streifte und über Jahre diesem Genre treu blieb. Immer an Paul's Seite spielt Jim Hall seine unaufdringliche Gitarre. Bemerkenswert ist der zeitliche Umfang der 8 Stücke: von 1963 bis 1965 wurde komponiert und aufgenommen, Ergebnis ist ein zeitloses Album, dass aber in seiner Gesamtheit den Zuhörer auf Dauer etwas langweilen kann. 'Easy Living' halt !

 

  • Paul Desmond feat. Jim Hall: 'Glad ´To Be Unhappy' (RCA Victor LSP3407)

'Solitude, melancholy, pain, anguish - all expressed with impudent, radiant happiness. A timeless, tempo-less album, the perfect balm for a wounded soul'. So geschrieben auf dem Cover dieses Albums von 1964. Zur selben Zeit war der Zenit des Bossa-Nova und Jazz-Samba erreicht, Getz & Konsorten räumten Grammies ab für ihre Erfolge - während Paul Desmond das Tempo um 300% zurück schraubte und Stücke wie 'glad to be unhappy' aufnahm. Auch hier wieder an seiner Seite: Jim Hall. Klassische Zusammensetzung der Combo: Alto-Sax, Guitar, Bass & Drums. Schönes Album, aber nix für sentimentale Momente.

 

 

 

 



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